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Gemüse ©© Halina Zaremba / pixelio.de
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Lebensmittelvernichtung - Teil 3

Wesentliche Beiträge dazu, Fakten und Zusammenhänge zu diesem Thema für den einzelnen fassbar zu machen und diesen gleichzeitig dafür zu sensibilisieren, leisten Filme wie „TASTE THE WASTE“ des Regisseurs Valentin Thurn oder „WE FEED THE WORLD“ vom österreichischen Filmemacher Erwin Wagenhofer.

Das Problem darstellen

Da Zahlen an sich, und astronomische im Besonderen, ohne kontextuelle Einbettung nur schwer Bedeutung zu vermitteln imstande sind, werden Beispiele und Beziehungen bemüht, welche aufzeigen sollen, welcher Wahnsinn innerhalb von Wohlstandsgesellschaften bereits unreflektiert zur Normalität erhoben wurde.

So ist dieser Tage in den Medien mitunter zu vernehmen, dass mit den jährlich 96.000 Tonnen an in Österreich weggeworfenen Lebensmitteln die gesamte Innsbrucker Bevölkerung ein Jahr lang ernährt werden oder mit der Gesamtheit der jährlich in Deutschland vernichteten Lebensmittel eine Lastwagenkette von Madrid bis Warschau gebildet werden könnte – und das alles, während weltweit alle paar Sekunden ein Mensch an den Folgen von Hunger stirbt.

Der Schweizer Soziologe und Schriftsteller Jean Ziegler hält mit seiner Kritik nicht hinter dem Berg: Seines Erachtens seien diese Umstände von Menschenhand geschaffen und lägen nicht etwa Naturgesetzen zugrunde, weswegen auch der Menschen selber aufgerufen sei, diesbezüglich etwas zu verändern. Problematisch dürfte in diesem Zusammenhang auch sein, sich als Gesellschaft gerade in Fragen wie dieser einem vermeintlich autoregulativen Markt zu überantworten. Aller möglichen Problemlösung geht eine Problemdarstellung voraus, und dazu leisten die genannten Filme wertvollste Beiträge, wenn es darum geht, gängige Praktiken infrage zu stellen oder in etwas Sinnvolleres zu transformieren.

Wahre Pionierarbeit in diesem Bereich leisten vor allem auch humanitäre Organisationen, welche – um einen Ausgleich zwischen Überfluss und Mangel bemüht – die von Vernichtung bedrohten genießbaren Lebensmittel abholen, um sie ihrer eigentlichen Bestimmung, dem Verzehrtwerden, zuzuführen und sie unter Bedürftigen verteilen.

Auch Dinnersearch nimmt sich auf kulinarische Art und Weise dieses Themas an und zeigt in der neuen Serie „Pizza-Party-Express“, wie vom Wegwerfen bedrohte Lebensmittel im heimischen Kühlschrank einer schmackhaften und sinnvollen Verwendung zugeführt werden können.

 

Die anderen erschienenen Ausgaben zu dieser Serie:

Weiterführende Links:

 

Bild: © Halina Zaremba / pixelio.de

 


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